Was hat Psychologie mit deinem Wohnen zu tun?

Wohnpsychologie für dein Zuhause

Wie viel Psychologie steckt in unseren vier Wänden? Welche Aspekte der Räume und deren Gestaltung wirken auf unsere Psyche und somit auf unser Wohlbefinden und Miteinander? Was gehört alles dazu? Hier gehe ich auf die acht Bereiche der Wohnpsychologie ein. Raum und Verhalten Die psychologische Forschung hat gezeigt, dass sich unser Verhalten im Laufe der Zeit unbewusst dem räumlichen Setting angleicht. Jede räumliche Struktur fördert bestimmte Verhaltensmuster und jede Gestaltung und Ausstattung animiert zu bestimmten vorhersagbaren Umgangs- und Nutzungsweisen. Wenn man das weiß, ist es beinahe nachlässig es nicht zu seinem Wohle zu nutzen und die Raumgestaltung so zu wählen, dass sie gewünschten Verhaltensmuster gefördert und unerwünschte gemieden werden. Schutz und Kontrolle Unsere Wohnräume sollten vor allem unsere grundlegendsten Bedürfnisse nach Schutz, Intimität und Privatsphäre erfüllen. Umso wichtiger ist es bei der Raumgestaltung darauf zu achten, dass gerade die Erfüllung dieser Bedürfnisse nicht erschwert wird, weil sonst das Sicherheitsempfinden nachhaltig gestört ist. Sensorik und Wahrnehmung Jede Sekunde nehmen wir mit unseren Sinnesorganen die Eindrücke aus der Umgebung wahr. Diese Wahrnehmung beeinflusst unsere Stimmung und unser gesamtes Denken, Fühlen und Handeln. Uns allen ist es geläufig, dass Reizüberflutung zu Nervosität, erhöhter Anspannung, gesteigerter Reizbarkeit und Aggression führt. Doch kaum jemand weiß, dass das Gegenteil davon – Reizarmut – ebenfalls zu innerer Unruhe, Unbehagen, Schmerz- und Überempfindlichkeit, depressiven Verstimmungen bis hin zu Angstzuständen führen kann. Es ist daher wichtig, dass unser Wohnumfeld sowohl Rückzug als auch Anregung und soziale Kontakte ermöglicht. Soziale Beziehungen Räume sind gebaute Beziehungen: ich liebe diesen Satz, den er sagt so viel aus!!! Die Struktur, Gestaltung und Anordnung der Innen- und Außenräume wirken elementar auf die zwischenmenschliche Interaktion. Gekonnt gestaltete Räume ermöglichen gesunde und stabile Beziehungen. Aneignung und Personalisierung Alleine wenn wir uns in einem Raum aufhalten, nehmen wir diesen schon für uns ein. Doch die Verbindung und somit die emotionale Bindung entsteht erst, wenn wir den Raum selbst gestalten und sich darin ausdrücken. Das schafft das Gefühl von MEIN ZUHAUSE. Dies sollte vor allem den Kindern möglich gemacht werden: ein Lieblingsposter an die Wand hängen, seine Spielsachen auch mal mit Stickern vollkleben etc.. Erholung statt Stressbelastung Mit unserem Zuhause verbinden wir das Ausruhen, sich fallen lassen, sich zurückziehen können. Doch sind unsere Räume wirklich so gestaltet? Haben wir vor allem wir als Mütter & Väter Rückzugsmöglichkeiten? In vielen Fällen leider nicht. Wir geben alles für unsere Kinder inkl. unser Bett, und umso wichtiger ist es, sich eine alternative Ruhemöglichkeit zu schaffen und zwar innerhalb der eigenen vier Wände. Gesundheit und Behaglichkeit Um sich behaglich und wohl zu fühlen, braucht es weit mehr als nur ein angenehmes Raumklima. Die elementaren Bedürfnisse von Schutz und vielfältiger sensorischen Anregung müssen erfüllt sein. Dazu kommen weitere Faktoren wie die Wirkung von Sonne/Licht, Pflanzen/Grünflächen, Materialien etc.. Räume können Heilungsprozesse unterstützen, aber auch krank machen, wenn die grundlegenden Bedürfnisse auf Dauer zu stark beeinträchtigt werden. Entwicklung und Entfaltung in allen Lebensphasen Jede Lebensphase erfordert ein besonderes Setting an Räumen. Als Kinder brauchen wir genügend Raum zum Spielen. Als Jugendliche den nötigen Rückzug. Gekonnt gestaltete Wohnräume unterstützen emotionale und kognitive Kreativität und stärken persönliche Kompetenzen. Kinder werden dadurch viel selbstständiger und Eltern werden weniger intensiv beansprucht. Es gibt tendenziell weniger Konflikte und emotionalen Stress in der Familie. Es ist unmöglich, zu jedem Zeitpunkt alle Bedürfnisse der Familienmitglieder zu erfüllen, doch es ist von einem unschätzbaren Wert, diese zu (er)kennen und die wichtigsten zu befriedigen. Was sind deine Stresspunkte im Wohnalltag?

Weißt du was Wohnpsychologie ist?

Was steckt hinter Wohnpsychologie

Die Wohnpsychologie beschäftigt sich mit der Wirkung der Wohnumwelt auf das menschliche Verhalten, Fühlen, Denken und Handeln wie auch auf die psychische Gesundheit des Individuums insgesamt. Dies sind u.a. Einflüsse durch Farben, Licht oder Materialien. Die Wohnpsychologie basiert auf den Bedürfnissen der Menschen, darauf aufbauend leitet sich alles andere ab. Welche Bereiche werden im Rahmen der Wohnpsychologie betrachtet? – Verhalten: Wie positiv und/oder negativ beeinflusst meine Wohnumgebung mein Verhalten– Schutz: Sind meine Schutzbedürfnisse erfüllt?– Wahrnehmung: Bietet meine Umgebung vielfältige und anregende Wahrnehmungsimpulse für meine Sinne?– Beziehungen: Begünstigt mein Wohnumfeld meine sozialen Beziehungen oder verhindert / isoliert es mich?– Personalisierung: Habe ich genügend Raum zur Entfaltung?– Erholung: Habe ich Möglichkeiten in meiner Wohnumgebung zur Ruhe zu kommen?– Gesundheit: Welche Faktoren wirken auf die Menschen gesundheitsfördernd und welche eher schädigend?– Entfaltung: Kann ich meinen Wohnraum so gestalten, dass ich mich entsprechend der Lebensphase entwickeln und entfalten kann? Wo liegt der Unterschied zwischen Wohnpsychologie und Feng Shui? Sowohl Wohnpsychologie als auch Feng Shui verfolgen das gleiche Ziel in dem sie die Wohnqualität und das Befinden der Menschen in ihrem Wohnumfeld verbessert wollen. Feng Shui stellt dabei auf die Energieflüsse ab und ist eine fernöstliche Philosophie. Die Wohnpsychologie ist eine angelsächsische / westliche Wissenschaft und basiert auf den psychologischen Effekten deren Wirkung in einigen Studien belegt ist.   Bedürfnisse im Wohnkontext Ausgehend von der Maslowschen Bedürfnispyramide werden die Bedürfnisse und der Grand deren Erfüllung im Wohnkontext betrachtet.Die Bedürfnispyramide nach Maslow unterscheidet Grundbedürfnisse (Schlafen, Luft, Licht);Sicherheitsbedürfnisse (Wohnumfeld, Gesundheit, Schutz, Ordnung);Soziale Bedürfnisse (Geborgenheit, Kommunikation);Individualbedürfnisse (Wertschätzung, Freiheit);Selbstverwirklichung;Transtendenz (Glaube).  Darüber hinaus wurden inzwischen das ästhetische und das kognitive Bedürfnis als Bedürfnisse anerkannt. Deine Swetlana Lebe und liebe DEIN ZUHUASE