Komfort Zuhause: Wenn Technik uns erleichtert oder unbewusst belastet

Zusammenfassung: Wir alle lieben Komfort. Er spart Zeit, Energie und macht das Leben leichter. Doch manchmal wird aus Erleichterung ein neuer Stressfaktor, wenn wir mehr Zeit mit der Pflege unserer Helfer verbringen als mit dem Genuss. Dieser Artikel zeigt dir, wie du den goldenen Mittelweg findest: Wann Technik dich wirklich unterstützt und wann sie dich heimlich ausbremst. Mit persönlichen Erfahrungen, praktischen Tipps und einer Prise Humor erfährst du, wie du dein Zuhause so gestaltest, dass es dich trägt, ohne dich zu überfordern. Unser angeborener Drang nach Bequemlichkeit Es ist kein Zufall, dass wir uns nach Komfort sehnen. Unser Körper ist darauf programmiert, Energie zu sparen. In der Steinzeit war das überlebenswichtig. Wer nicht unnötig Kräfte verschwendete, hatte bessere Chancen. Heute sieht das etwas anders aus: Wir müssen nicht mehr jagen, Feuer machen oder stundenlang Wasser schleppen. Stattdessen haben wir Technik, die uns fast alles abnimmt. Klingt traumhaft, oder? Doch was passiert, wenn der Komfort uns mehr Arbeit macht, als er uns abnimmt? Die Kehrseite des Komforts: Wenn Erleichterung zum Stress wird Ich gebe es zu: Ich bin ein Technik Fan. Als die ersten Saugroboter bei uns einzogen, war ich begeistert. Endlich keine Staubwolken mehr, kein lästiges Saugen, einfach nur noch Knopf drücken und fertig. Doch dann kam die Ernüchterung: Die Roboter saugten und wischten brav. Aber sie mussten auch gepflegt werden. Plötzlich hatte ich einen neuen Wochenjob: die Wartung meiner Helfer. Und das Schlimmste? Ich hasste es. Jedes Mal, wenn der Kalender mich daran erinnerte, die Roboter zu checken, stieg in mir eine tiefe Unlust auf. Irgendwann waren beide Geräte gleichzeitig defekt und ich? Ich war erleichtert. Fünf Wochen lang lebte ich ohne sie. Und weißt du was? Es fühlte sich befreiend an. Kein Rumgeeiere mit Filtern, kein Kampf mit verstopften Bürsten. Nur ich, mein Handstaubsauger und plötzlich wieder mehr Leichtigkeit im Alltag. Die große Frage: Brauchen wir all den Komfort wirklich? Natürlich ist Technik nicht per se schlecht. Sie soll uns das Leben erleichtern, nicht verkomplizieren. Doch manchmal schießt sie über das Ziel hinaus. Hier ein paar Denkanstöße für deinen Alltag: 🔹 Wann Komfort sinnvoll ist: ✔ Wenn er dir wirklich Zeit und Nerven spart (z. B. ein Geschirrspüler, wenn du eine große Familie hast). ✔ Wenn er deine Gesundheit unterstützt (z. B. ein ergonomischer Stuhl, wenn du viel im Homeoffice sitzt). ✔ Wenn er dir Freude bereitet (z. B. eine smarte Beleuchtung, die deine Stimmung hebt). 🔹 Wann Komfort zur Falle wird: ✖ Wenn die Wartung mehr Aufwand macht als die manuelle Alternative (wie bei meinen Saugrobotern). ✖ Wenn du dich von der Technik abhängig fühlst (z. B. wenn du ohne Smartphone Hilfe nicht mehr weißt, wie die Heizung funktioniert). ✖ Wenn er dich von natürlichen Bewegungen abhält (z. B. Lichtfernbedienungen, die dich daran hindern, dich zu bewegen). 💡 Mein persönlicher Kompromiss: Komfort ist individuell: Was für den einen Luxus ist, ist für den anderen Stress Was mir auffiel: Mein Mann und ich tickten völlig unterschiedlich. Als unsere Spülmaschine kaputtging und wir wochenlang von Hand spülen mussten, war ich im siebten Himmel. Kein nerviges Einräumen, kein Herumhantieren mit Tassen, einfach abspülen und fertig. Für meinen Mann war es dagegen eine Qual. Die Lehre daraus? ✅ Komfort ist keine universelle Wahrheit. ✅ Was für dich funktioniert, muss nicht für deinen Partner, deine Kinder oder deine Mitbewohner passen. ✅ Es geht darum, einen Mittelweg zu finden zwischen Erleichterung und Selbstbestimmung. 📌 Frage an dich: Wo spürst du, dass Technik dich mehr belastet als entlastet? Gibt es Geräte in deinem Zuhause, die du eigentlich nicht brauchst, die aber „einfach dazu gehören“? Wie du den richtigen Komfort für dich findest 1. Hinterfrage deine Gewohnheiten Nicht jedes neue Gadget ist ein Gewinn. Bevor du es kaufst, frag dich: 2. Probiere bewusst „Low Tech“ Phasen aus Manchmal merken wir erst, wie sehr uns etwas belastet, wenn es wegfällt. Du wirst überrascht sein, wie befreiend es sein kann, weniger abhängig von Technik zu sein. 3. Finde dein persönliches Gleichgewicht Es geht nicht darum, allen Komfort zu verbannen, sondern bewusst zu entscheiden, was dir wirklich guttut. Technik, die mich unterstützt 👍 Technik, die mich stressen würde 👎 Kaffeevollautomat (weil ich morgens keine Geduld für Handfilter habe) Voll automatisierte Rollläden (weil ich das manuelle Bedienen mag) Induktionskochfeld (schneller und einfacher zu reinigen) Spülmaschine (weil ich das Ausräumen hasse) E-Book Reader (weil ich Bücher liebe, aber kein Platz für Regale ist) Smarte Sprachassistenten (weil ich Bedenken wegen Datenschutz habe) Deine Liste sieht sicher anders aus und das ist gut so! 💬 Mein Tipp: Schreibe eine Liste mit Dingen, die dir im Alltag wirklich Energie geben und eine mit Dingen, die dir Energie rauben. Dann überlege: Was kannst du ändern? Fazit: Komfort ja, aber mit Bedacht Technik kann unser Leben bereichern, wenn wir sie bewusst einsetzen. Doch manchmal verführt uns der Fortschritt dazu, mehr zu haben, als wir wirklich brauchen. Der Trick ist, hinter die Fassade der Bequemlichkeit zu schauen und zu fragen: ❓ Erleichtert mich das oder belastet es mich auf Dauer? ❓ Fühle ich mich freier mit diesem Gerät oder abhängig? ❓ Könnte ich ohne es glücklicher sein? Mein größtes Learning? Ich habe gelernt, nicht jedem Komfort Trend hinterherzulaufen, sondern das zu wählen, was mich wirklich unterstützt. Manchmal ist weniger mehr und ein Handstaubsauger kann befreiender sein als ein Roboter, der dich stresst. 🌟 Dein nächster Schritt: Nimm dir heute 10 Minuten und gehe durch deine Wohnung. Welche drei Dinge könntest du weglassen, reparieren oder ersetzen, um mehr Leichtigkeit in deinen Alltag zu bringen? 📌 Merke dir: Ein Zuhause, das dich wirklich trägt, besteht nicht aus der neuesten Technik, sondern aus den Dingen, die dir Freude, Ruhe und Freiheit schenken. Und hier ist der Link zu meinem YouTube Video zu diesem Thema: Link Lebe und liebe dein Zuhause 💚Deine Swetlana

Intimität Zuhause: Wie du Räume schaffst, die echte Vertrautheit zulassen

Zusammenfassung für dich: Intimität ist kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis wie Essen, Schlafen oder Liebe. Doch während wir uns bewusst ernähren oder auf ausreichend Schlaf achten, vernachlässigen wir oft, wie sehr unsere Wohnräume dieses tiefe Bedürfnis nach Vertrautheit und Verbundenheit beeinflussen. Dieser Artikel zeigt dir, warum Intimität in deinem Zuhause so wichtig ist, wie du sie für dich definierst und welche kleinen, aber wirkungsvollen Veränderungen dir helfen, dich wirklich zu Hause zu fühlen ohne Scham, ohne Beobachtung, ohne Kompromisse. Du erfährst: Was Intimität wirklich bedeutet und warum sie weit mehr ist als nur unbeobachtet zu sein. Wie unsere Kindheit unsere Intimitätsgrenzen prägt und was passiert, wenn sie ignoriert werden. Warum moderne Architektur oft gegen unser Bedürfnis nach Privatsphäre arbeitet und was du dagegen tun kannst. Praktische Tipps für mehr Ungestörtheit in Bad, Schlafzimmer, Balkon und Co. Wie du Intimität in Beziehungen lebst, ohne dich selbst zu verraten. Am Ende wartet eine Reflexionsübung, die dir hilft, deine eigenen Grenzen zu erkennen und mutig für sie einzustehen. Intimität: Der unsichtbare Klebstoff deines Zuhauses Unser Zuhause sollte der Ort sein, an dem wir alles ablegen dürfen, die Maske des perfekten Elternteils, des kompetenten Kollegen, der immer funktionierenden Partnerin. Doch genau das gelingt nur, wenn wir uns wirklich unbeobachtet und verbunden fühlen. Intimität ist kein Nice to have, sondern ein Kernbedürfnis, das eng mit Sicherheit verwoben ist. „Wohnen ist wohl die intimste Beziehung, die wir mit unserer Umwelt eingehen.“ Susann Camille Saegert Dieser Satz trifft es perfekt: Deine Wohnung ist nicht einfach ein Dach über dem Kopf. Sie ist dein sicherer Hafen, dein Rückzugsort, dein Ort der tiefsten Vertrautheit. Doch was passiert, wenn dieser Ort dir genau das nicht gibt? Intimität verstehen: Mehr als nur allein sein Was Intimität wirklich bedeutet Intimität ist der Zustand, in dem wir uns vollständig selbst sein dürfen ohne Bewertung, ohne Blicke, ohne Erwartungen. Psychologisch betrachtet, braucht sie drei Dinge: Klingt einfach? Ist es oft nicht. Denn Intimität ist kein statischer Zustand, sondern entwickelt sich mit uns und wird stark von unserer Erziehung, Kultur und sogar Architektur geprägt. Wie sich Intimität mit uns verändert Als Kind kennen wir keine Scham. Wir rennen nackt durch die Wohnung, klettern auf den Schoß der Eltern, schlafen im Familienbett. Doch irgendwann beginnt die Abgrenzung: Kindheit: Das erste „Mach die Tür zu!“, wenn wir auf dem Topf sitzen. Pubertät: Die Phase, in der das eigene Zimmer zur Festung wird *„Betreten verboten!“ Schild inklusive. Erwachsenenalter: Wir lernen, Intimität bewusst zu teilen mit Partnern, Mitbewohnern, Kindern oder sie zu verweigern, wenn Grenzen überschritten wurden. Das Problem: Wenn diese Grenzen in der Kindheit nicht respektiert wurden, tragen wir das oft ein Leben lang mit uns herum. Vielleicht schließt du heute die Badezimmertür nicht, weil du als Kind gelernt hast: „Egal, was ich will meine Privatsphäre zählt nicht.“ Oder du fühlst dich schuldig, wenn du deinem Partner sagst: „Ich brauche jetzt eine Stunde für mich.“ Frage an dich: Erinnerst du dich an eine Situation in deiner Kindheit, in der deine Intimitätsgrenze ignoriert wurde? Wie wirkt sich das heute auf dein Verhalten aus? Wenn die Architektur gegen uns arbeitet: Moderne Wohnungen und das Problem mit der Privatsphäre Unsere Häuser werden immer transparenter im wahrsten Sinne des Wortes. Großzügige Glasfronten, offene Grundrisse, Balkone als Bühnen: Die moderne Architektur feiert Licht und Weite. Doch was gewinnen wir und was verlieren wir dabei? 1. Der „Being on Stage“ Effekt: Warum du dich auf deinem Balkon wie auf der Bühne fühlst Balkone waren früher private Rückzugsorte im Freien. Heute sind sie oft Schauplätze, auf denen wir uns beobachtet fühlen. Das Ergebnis? Wir nutzen sie seltener oder nur noch als Wäschetrockner oder Abstellfläche. Wir fühlen uns unwohl, wenn wir uns dort entspannen „Kann der Nachbar mich sehen?“. Wir verzichten auf Momente der echten Erholung, weil wir uns „aufgeführt“ fühlen. Lösungsideen: Sichtschutz, der zu dir passt von Bambusrollos über Rankpflanzen bis zu textilen Paravents. Möblierung, die Geborgenheit schafft eine gemütliche Sitzgruppe mit Rückenlehne, die den Blick abschirmt. Balkon als grüne Oase hohe Pflanzen oder ein Mini Gewächshaus schaffen eine natürliche Barriere. 2. Bodentiefe Fenster: Fluch oder Segen? Sie lassen Licht fluten und Blicke. Besonders kritisch: Badezimmerfenster ohne Sichtschutz „Wer sieht mich hier eigentlich?“. Küchen mit direktem Blick von der Straße „Soll ich jetzt wirklich im Pyjama frühstücken?“. Schlafzimmer im Erdgeschoss „Fühle ich mich sicher, wenn ich schlafe?“. Was du tun kannst: Smart Home Lösungen wie elektrische Rollläden oder milchige Folien, die tagsüber durchsichtig, abends undurchsichtig sind. Textile Lösungen wie Vorhänge in leichten Stoffen, die Licht durchlassen, aber Blicke abschirmen. Pflanzen als natürlicher Sichtschutz ein hochgewachsener Bambus vor dem Fenster wirkt Wunder. 3. Offene Grundrisse: Freiheit oder Stress? Großzügige Wohnküchen, durchgehende Wohnlandschaften sie wirken einladend, doch sie haben einen Haken: Es gibt keinen Ort, an dem man wirklich ungestört ist. Lösungen für mehr Privatsphäre im offenen Raum: Raumteiler, die Gemütlichkeit schaffen Regale, Paravents oder sogar ein „Zimmer im Zimmer“ z. B. ein Podest mit Vorhang. Akustische Trennung Teppiche, Vorhänge und Möbel dämmen Geräusche und schaffen psychologische Grenzen. Rituale für Ungestörtheit z. B. eine „Stille Stunde“, in der jeder seinen eigenen Rückzugsort hat. Intimität in Beziehungen: Wie viel Nähe ist gesund? Intimität in der Partnerschaft ist ein Balanceakt: Wir sehnen uns nach Nähe aber auch nach Freiheit. Doch wie viel Privatsphäre ist „normal“? Und wie kommunizierst du deine Bedürfnisse, ohne deinen Partner zu verletzen? 1. Die Badezimmertür-Situation: Offen oder zu? Ein klassisches Beispiel: Lässt du die Badezimmertür offen, wenn du auf der Toilette sitzt? Für manche ist das völlig normal, für andere ein No Go. Doch warum tun wir Dinge, die uns eigentlich unwohl fühlen lassen? Mögliche Gründe: Gewohnheit „Bei uns war das immer so.“ Angst vor Konflikten „Ich will meinen Partner nicht verärgern.“ Unbewusste Prägung „Als Kind durfte ich keine Grenzen setzen.“ Wie du deine Grenzen liebevoll kommunizierst: Ich Botschaften nutzen: „Mir fällt es leichter, mich zu entspannen, wenn die Tür zu ist. Ist das okay für dich?“ Kompromisse finden: Vielleicht ist die Tür beim Duschen zu, aber beim Zähneputzen offen. Humor helfen lassen: „Schatz, ich liebe dich aber nicht so nah!“ 2. Schlafzimmer: Gemeinsamer … Weiterlesen

Wann ist Zuviel zu viel?

Wann ist Zuviel zu viel

Es gibt viele Beiträge und Artikel zum Thema Unordnung und wie negativ diese sich auf unsere Psyche auswirkt. Doch was für einen Unordnung ist, ist für den anderen der gesunde kreative Chaos, der ihn vorantreibt und auf neue Ideen bringt. Oft wird Unordnung dem Besitzen von vielen Sachen gleichgesetzt. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Ich kenne einige Menschen, die in meinen Augen recht unordentlich sind, die jedoch relativ wenig Sachen besitzen. Darüber hinaus hat meine Beobachtung gezeigt, dass Unordnung ein sehr individuelles Thema ist und sich schwer pauschalisieren lässt. Wenn dich also jemand für Unordentlich hält, heißt es nicht, dass du es auch bist. Behindern dich all die Sachen von denen du umgeben bist nicht, dann ist es das richtige Maß für dich durchs Leben zu gehen. Wenn dieses Zuviel jedoch – dich belastet– dich daran hindert Dinge die dir wichtig sind, zu erledigen– du dadurch innerlich nicht zur Ruhe kommst– du deine Zeit und Energie aufs Suchen verschwendest– ihr als Paar einer dauerhaften Streitbelastung ausgesetzt seid,dann lohnt es sich hinzusehen und nach Lösungen zu suchen. Die nachfolgenden Zeilen können dich dabei unterstützen, herauszufinden woher es bei dir kommt. Woher kann die Unordnung resultieren? Die Unordnung kann verschiedene Ursachen in unserem Leben haben.Sind wir eventuell damit aufgewachsen? Dann haben wir es nicht gelernt Ordnung zu schaffen und finden sich damit von klein auf ab. Wir sind bemüht, doch irgendwie schaffen wir es nicht nachhaltig Ordnung in unserem Leben zu etablieren. Das kann daran liegen, dass uns die erprobten Mittel und Wege und die positiven Erfahrungen daraus fehlen und wir das tiefe Zufriedenheitsgefühl heraus nicht kennen, was uns antreiben würde. Zeitmangel oder Hektik sind ebenfalls ein nicht seltener Grund für Chaos um uns herum. Irgendwann mal hat sich so ein Stau gebildet, dass wir es nur noch vor sich herschieben und die wenige Zeit, die wir übrig haben für andere Dinge aufwenden. Auch Gewohnheiten und Prokrastination führen dazu, dass wir die Unordnung und ihre negative Auswirkung auf uns einfach nur hinnehmen. Mögliche Quellen der Unordnung – Herkunft– Fehlendes Wissen und Erfahrung darüber wie man Ordnung schafft– Zeitmangel und Hektik– Platzmangel– Gewohnheiten– Anhäufung von Sachen Was ist es bei dir? Kennst du deine Unordnungsquellen? Die Bedeutung von Ordnung für die Psyche Ordnung spielt eine wichtige Rolle für unsere Psyche und unser Wohlbefinden. Wenn wir uns in einer aufgeräumten Umgebung befinden, fühlen wir uns oft ruhiger, konzentrierter und entspannter. Ein ordentlicher Raum kann positive Auswirkungen auf unsere Stimmung und Produktivität haben. Wenn unser Umfeld chaotisch ist, kann dies unsere Gedanken und Emotionen beeinflussen. Das ständige Suchen und Finden von Dingen in einer unordentlichen Umgebung können uns frustrieren und unsere Energie verschwenden. Ein aufgeräumter Raum hingegen kann uns ein Gefühl von Kontrolle und Zufriedenheit vermitteln. Es gibt uns die Möglichkeit, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und uns besser zu organisieren. Wenn wir wissen, wo sich unsere Dinge befinden und wie wir sie finden können, fühlen wir uns weniger gestresst und sind besser in der Lage, uns auf unsere Aufgaben zu konzentrieren. Studien haben gezeigt, dass Unordnung eine direkte Verbindung zu erhöhtem Stress und Angstzuständen hat. Wenn wir in einer unordentlichen Umgebung leben, werden unsere Sinne ständig von visuellen Reizen überflutet, was es schwer macht, sich zu konzentrieren und zur Ruhe zu kommen. Das ständige Suchen nach verlorenen Gegenständen oder das Gefühl, dass die Unordnung uns erdrückt, kann zu einem chronischen Stresszustand führen. Für viele Menschen ist das Aufräumen und Organisieren ihrer Umgebung eine bewusste Achtsamkeitsübung. Es kann helfen, den Geist zu beruhigen, sich auf den Moment zu konzentrieren und Ängste und Sorgen loszulassen. Indem wir uns auf das Aufräumen konzentrieren, können wir auch unsere Gedanken klären. Die Auswirkungen von Unordnung auf unsere Psyche – Stress und Überlastung– Angst und Unwohlsein– Eingeschränkte Konzentration und Fokussierung– Gefühl von Überforderung– Schlafstörungen– Negative Stimmung und Unzufriedenheit Die Vorteile von Ordnung für unsere Psyche – Gefühl von Kontrolle und Zufriedenheit– Bessere Konzentration und Kreativität– Einfachere Organisation und Planung– Verbesserte Produktivität und Effizienz– Entspannung und mentale Ruhe– Positive Stimmung und Wohlbefinden Unordnung löst psychologische Prozesse in uns aus. Diese zu erkennen und zu beobachten macht Spaß und kann einem viel über sich selbst verraten und auch helfen durchs experimentieren zu einer richtig guten Lösung für sich zu kommen. Wie viel Ordnung dir gut tut, ist eine individuelle Sache. Meine Ordnung muss nicht deiner Ordnung entsprechen, deine Ordnungsroutine darf eine ganz andere sein als meine! Hast du dich in einem der Punkte erkannt? Dann beobachte dich die nächsten Tage im Umgang mit Sachen in deiner Wohnung oder siehe einfach nur genau hin, wie du was im Alltag machst und ob es dich zufrieden stellt. Es ist ein gutes Experiment und kann für tolle Erkenntnisse sorgen. Das Bewusstwerden ist der erste Schritt in die richtige Richtung! Hier noch ein weiterer Artikel zu diesem Thema, welches andere Aspekte beleuchtet: https://www.spektrum.de/news/aufraeumen-warum-menschen-unterschiedlich-viel-ordnung-brauchen/2119167 Wohne achtsam Deine Swetlana

Kennst du deine Wohnbedürfnisse?

Wohnbedürfnisse

Du hast bestimmt schon von der Maslowschen Bedürfnispyramide gehört. Abraham Maslow, ein US-amerikanischer Psychologe, hatte sich mit der Psychologie seelischer Gesundheit und der menschlichen Selbstverwirklichung befasst und eine Bedürfnispyramide entwickelt. Darin hat er sechs hierarchisch angeordnete Bedürfnisse definiert:

– Physiologische Bedürfnisse
– Sicherheitsbedürfnisse
– Soziale Bedürfnisse
– Individualbedürfnisse
– Selbstverwirklichung

All diese Bedürfnisse werden auch auf bestimmte Art und Weise durch unsere Wohnräume befriedigt. Unser Zuhause soll uns Schutz bieten, es ist ein Ort wo Familien und Freunde zusammenkommen und sich austauschen.
Wir können darin unseren Hobbys und Interessen nachgehen. Wir können durch den persönlichen Wohnraum unseren Status definieren. 

Wohnpsychologisch lassen sich die Bedürfnisse in fünf Kategorien einteilen:
Sicherheit
Kommunikation
Intimsphäre
Komfort
Repräsentation

In meinen nachfolgenden Beiträgen werden ich einzeln auf die o.g. Bedürfnisse eingehen.

In unserer westlichen Welt ist die Grundversorgung weitgehend gesichert. Je besser und länger die Grundbedürfnisse gestillt sind, umso stärker nehmen wir unserer kognitiven oder ästhetischen Bedürfnisse wahr. 

Antje Flade bringt es gut auf den Punkt, in dem sie sagt, dass das Bedürfnis nach Ästhetik und Schönheit allgemein unterschätzt wird, weil wir dieses mit Oberflächlichkeit verbinden. Dabei erfüllt es eine ganz wichtige Funktion. Denn schöne/ästhetische Dinge/Räume bewegen uns dazu sie besser zu pflegen, behutsamer mit ihnen umzugehen. Es bringt uns dazu die Sachen im besseren Zustand zu erhalten. Es gibt Studien, die belegen, dass schöne Plätze weniger von Randalierern aufgesucht werden.

Kennst du deine Wohnbedürfnisse? Falls du Lust hast sie herauszufinden, würde ich mich über eine Nachricht freuen!

Lebe und liebe DEIN ZUHAUSE

Deine Swetlana

Wie du ins Handeln kommt um dein ZUHAUSE zu erschaffen

Zuhause zu erschaffen

Unser aller Leben ist voll, voll mit Dingen, die wir gerne tun und auch mit Dingen, die wir tun müssen. Bei vielen bei uns kommen die eigenen vier Wände ein Paar Jahre nach dem Umzug einfach zu kurz. Wir entwickeln uns weiter, doch unsere Einrichtung bleibt die Gleiche und es passt alles nicht mehr zusammen.

Wer meine Beiträge schon länger liest, weiß wie wichtig unsere vier Wände für unsere Psyche sind. Dieser Beitrag ist für diejenigen unter euch, die erkannt haben, dass es besser wäre ins Handeln zu kommen und etwas für sich zu tun, in dem man sich ein Ort der Geborgenheit erschafft.

Doch wie kommt man ins Handeln, um sein Zuhause zu erschaffen, wenn der Alltag ehe schon zu voll ist.

Eine der Möglichkeiten ist sich zu fragen, was sind deine größten Motivationstrigger.

Sind Lifestyle-Bilder dein größter Motivator? Bei mir z.B. ist es definitiv so. Hat sich ein Bild in meinem Kopf eingebrannt, lässt es mich kaum los und ich tue einiges um diese Vorstellung in meinem Leben zu verwirklichen.

Ist dein Trigger der Schmerz/die Sackgasse? Bist du bisher ins Handeln gekommen, wenn es nicht mehr weiter ging und du oder jemand aus deinem Umfeld für dich eine Entscheidung gefehlt hat? Dann kannst du dich fragen, wann ist dieser Punkt erreicht, dass du schlechte Wohnverhältnisse nicht mehr in Kauf nehmen wills. Es könnte noch lange dauern oder du versuchst den Weg abzukürzen und es gar nicht so weit kommen lassen.

Könnte es die Neugier sein? Die Neugier an dem was dabei herauskommen kann? Die Neugier an dem Prozess selbst? Oder die Neugier an neuen Dingen?

Oder kommt deine Motivation aus der Kreativität? Während ich das hier schreibe, höre ich eure Stimmen, die sagen, ich bin nicht kreativ. Das habe ich schon so oft gehört und erfahren dürfen, dass es meist nicht stimmt. Jeder von uns kann kreativ sein, viele verharren bloß in diesem Denken oder haben es einfach noch nie ausprobiert. Schaue auf ein Thema was du gerne machst und frag dich, was du darin erschaffst? Und wie lässt sich dieses Kreativsein nutzen um aus deinen vier Wänden ein Zuhause zu machen.

Wie findest du heraus, was deine Trigger sind? In dem du dir die Situationen anschaust, wo du ins Handeln gekommen bist und dich fragst was den Ausschlag dazu gegeben hat. 

Ich wünsche dir viel Spaß und Freude dabei und falls du einen Austauschpartner brauchst,  schreibe hier in den Chat oder schicke mir eine persönliche Nachricht. Und fang stets klein an, um nicht in die Überforderung zu kommen.

Und bitte denke dran, es muss leicht sein. Fühlst sich das schwer an, ist es eventuell nicht die richtige „Tür“. Stell dir weiterhin Fragen und irgendwann taucht die Antwort auf. Bleib offen und neugierig.

Eine „schönere“ Wohnung deinen Bedürfnissen entsprechend wird dir innerlich ein Upgrade geben, das garantiere ich dir. Am meisten, wenn du selbst in die Umsetzung gehst und Zeit sowie Gedanken darein investiert.

Lebe und liebeDEIN ZUHAUSE

Deine Swetlana

DIY: Wie du eine super bequeme Ablage direkt in Couchnähe erschafft

DYI Couchablage

Absolut funktional, schnell und auch noch günstig. Mein  Sohn wurde vor ein paar Wochen eingeschult und klar, was es für mich ein Fest sein Zimmer etwas aufzufrischen. Bis dato befanden sich all seine Bücher im kleinen Regal hinter dem Bettkopf. Mir schwebte schon lange vor, ihm eine Ablege direkt hinter der Couch zu bauen. Er sollte auf der Couch liegend auf die Bücher zugreifen und diese auch wieder dort ablegen können und er hätte eine bessere Übersicht darüber, welche Bücher er hat. Diesmal gab es kein Verschieben, den der Zeitpunkt war perfekt. Vorerst ist es wichtig zu erwähnen, dass in unserem Kinderzimmer die Couch gegen eine Wand lehnt. Meine Idee war es, die Couchlänge voll zu nutzen und dahinter eine nicht zu tiefe Ablage auf Höhe der Couchrückenlehne zu bauen. Eine zu tiefe Ablage würde den Raum kleiner wirken lassen und die Couch wäre dadurch weniger in den Raum integriert. Eine nicht zu tiefe Ablage ist somit ideal um die Raumharmonie beizubehalten. Was habe ich dafür gebraucht: Eine Möbelbauplatte in weiß in 19x200x2630 mm. Diese habe ich bei Hornbauch (keine Werbung) für 10,45 € gekauft und direkt vor Ort kostenfrei auf 2 Meter Länge zuschneiden lassen. Fünf Tischbeine 70 cm hoch von Ikea (keine Werbung) für 5 € pro Bein. Vier Tischbeine hätten auch gereicht, weil die Couch und die Wand das Regal stabilisieren. 25 Schrauben in passender Tiefe für ca. 2 €. Die dem Tischbein beiliegenden Schrauben sind für eine Plattenhöhe unter drei Centimeter nicht geeignet. Das gesamte Projekt war in wenigen Stunden und mit einem Budget von ca. 38 € am gleichen Tag fertig. Diese Idee eignet sich nicht nur für ein Kinderzimmer, sondern auch für ein Homeoffice mit Couch oder auch ein Gästezimmer. Welches DIY-Projekt hat dir viel Freude bereitet? Teile es gerne mit uns! Lebe und liebe DEIN ZUHAUSE Deine Swetlana

Wächst du mit deiner Wohnung?

Wohnpsychologie

Was dein persönliches Wachstum mit deiner Wohnung zu tun hat? Du kennst bestimmt den Ausdruck: „Ich bin da herausgewachsen“. Damit gemeint kann unter anderem ein Kleidungsstück oder auch eine Wohnung sein.Dazu möchte ich mit dir meine persönliche Erfahrung teilen. Als mein Mann und ich kurz nach der Hochzeit beschlossen haben aus unserer winzigen Wohnung auszuziehen, haben wir nach einem vier Zimmer Objekt gesucht. Gefunden haben wir ein Reihenmittelhaus. Mein Mann ist in einem Reihenmittelhaus aufgewachsen, für ihn war das in etwa so, als würde sich der Kreislauf wieder schließen. Ich habe vorher nie in einem Haus gewohnt und bin auf 76 qm zu fünft groß geworden. Für mich stand eine ganz neue Erfahrung ins Haus. Vor dem eigentlichen Umzug, habe ich ein Paar Freunde und Familie zu einer „Putzen und Pizza“-Party eingeladen. Als wir mit allem fertig waren und uns zum ersten Mal auf die Terrasse hingesetzt haben, überkam mich ein unglaublich intensives Gefühl. Ich saß auf dieser Terrasse und spürte, dass ich von einem Raum umgeben war, dessen Größe ich noch nicht gewachsen war. Diese Terrasse und erst recht der Garten kamen mir in dem Moment riesig vor. Ich wusste nicht, wie ich diese Fläche ausfüllen sollte und vor allem aber auch, darf ich das? Steht mir das zu? Habe ich das verdient? Wir haben noch keine Kinder und ich beanspruche schon so viel Wohnfläche. Inzwischen leben wir zu Dritt in diesem Haus seit neun Jahren und wie sehr ich dieses Haus auch liebe, beschleicht mich seit kurzem immer öfter das Gefühl, dass das Haus langsam zu eng für uns wird. Mir ist weiterhin jeden Tag bewusst, welches Glück wir haben über einen Garten zu verfügen und das unser Sohn sein eigenes Zimmer hat. Und dennoch ist dieses neue Gefühl da, was immer wieder ganz leise anklopft. An dieser Geschichte sieht man ganz deutlich, dass dein Wachstum aus zwei Richtungen kommen kann. Du machst einen Schritt der in dem Moment ein wenig zu groß ist und wächst dann in das neue Umfeld rein oder du spürst, dass du für einen größeren Schritt bereit bist. Lebe und liebe dein ZUHAUSE Deine Swetlana

Wohnen heißt kreativ sein

Wohnen

In Verbindung mit Wohnen heißt für mich kreativ sein, nicht nur etwas Neues zu kreieren oder ein Zimmer neu einzurichten, sondern sich auf jegliche Art und Weise mit den Sachen die einen persönlich umgeben zu beschäftigen, sei es Möbel zu verrücken, Dinge neu zu sortieren oder gar auszumisten. Jede dieser Aktionen macht aus vier Wänden ein Zuhause in dem eine Verbindung entsteht. Um es auf eine andere Art und Weise auszudrücken, greife ich auf eins meiner Lieblingsbücher zurück:„Denn unsere Wände, Decken, Böden und Einrichtungen sind wie eine „dritte Haut, womit wir uns im direkten und im übertragenen Sinn umhüllen. […] In Anwendung dieses Wortes auf das Wohnen meint Kreativsein eben nicht einen extravaganten Wohn- und Einrichtungsstil zu entwickeln, sondern die alltäglichen Rituale des Wohnens als schöpferischen Selbstvollzug zu verstehen. Voraussetzung dafür ist eine Portion Neugier auf die unbewussten Seiten des Vorgangs, der so alt ist wie die Menschheit, denn wohnen heißt Mensch sein, wie es Martin Heidegger in seinem bekannten Aufsatz Bauen, Denken, Wohnen von 1951 ausdrückt.“Dieter Funke „Die dritte Haut I Psychoanalyse des Wohnens“ 2. Auflage 2014 Vor allem kleine Kinder fassen die Dinge an, verschieben diese, probieren sich aus und lassen Chaos hinter sich. Doch nicht, weil sie uns ärgern wollen, sondern weil sie eine Verbindung zwischen ihrer Umwelt und sich selbst schaffen und sich dabei entdecken. Es ist daher unglaublich wichtig, vor allen den Kindern den Raum einzuräumen kreativ zu sein, sich auszubreiten, Dinge auch mal liegen zu lassen und nicht alles gleich wegräumen zu müssen. Und das Ganze auch für sich selbst wieder zu entdecken! Lebe und liebe dein ZUHAUSE Deine Swetlana

Gleiche Raumgestaltung unterschiedliche Raumwirkung

Gleiche Gestaltung unterschiedliche Wirkung

Zur Gestaltung beider Schlafzimmer hat man auf die gleichen Elemente und Materialien zurück gegriffen.

– Makromustertapete mit Naturmotiv
– Bettkopfteil bezogen aus einem dicken Stoff
– Samt-Kissen vs. Samt-Bettwäsche

Doch die Raumwirkung ist eine andere.
Der größte Effekt resultiert aus der Farbwahl: kalte Farben vs. warme Farben.

Warme Farben sorgen direkt für mehr Behaglichkeit und Wohlfühlfaktor. Sie sind einladender.

Wichtig ist jedoch auch, wie die Blickrichtung vom Bett aus gestaltet ist, wiederholen sich die kalten Farben oder werden diese aufgebrochen?

Viel Freude beim gestalten deiner Wohnung!

Lebe und liebe dein ZUHAUSE

Deine Swetlana

Frische Blumen sind dein Element, wenn

Frische Blumen

du

– keine Farben in deiner Wohnung verwendest oder dich nicht traust, diese großflächig anzubringen

– gerne Abwechslung suchst

– keinen Ausblick aus deinem Fenster ins abwechslungsreiche Grün hast

– keine Dekoration magst

Ich gehöre zu Personen, die Farben lieben und zwar kräftige, satte Farben. Farben sind für mich neben Stoffen die emotionalsten und stimmungsvollsten Elemente, die wir Menschen nutzen können, um gewünschte Stimmung im Raum zu erzeugen.

Dazu kommt, dass ich Abwechslung sehr genieße und frische Blumen machen es mir einfach möglich.

Was ist dein Element, an dem du Freude zu Hause hast?

Lebe und liebe dein ZUHAUSE

Deine Swetlana