Achtest du auf deine Intimitätsgrenzen?

Achtest du auf deine Intimitätsgrenzen?

In einem meiner November Beiträge habe ich den Satz von Susann Camille Saegert „Wohnen ist wohl die intimste Beziehung, die wir mit unserer Umwelt eingehen“ beleuchtet. Dieser Satz ist so unglaublich vielschichtig. Eine Ebene davon ist, dass unser Zuhause der einzig sichere Ort ist, an dem wir unsere Intimität ausleben können und ausleben können müssen. Doch bevor wir in die Tiefe gehen, schauen wir doch mal kurz auf die Bedeutung dieses Wortes bei Wikipedia:

Intimität ist ein Zustand tiefster Vertrautheit. Intimität erfordert eine Intimsphäre – einen persönlichen Bereich, der durch die Anwesenheit ausschließlich bestimmter oder keiner weiteren Personen definiert ist und Außenstehende nicht betrifft.“

Im Verlaufe unseres Lebens durchlaufen wir bestimmte Phasen der Intimität. Als Kleinkinder sind wir immer in Begleitung, als Heranwachsende fangen wir an, die Badezimmertür zu verschließen um unsere Intimität zu wahren. Als Paar öffnen wir diese Tür teilweise wieder. All das muss unser Zuhause und unser Umfeld ermöglichen, damit wir uns positiv entwickeln.

Sind wir als Kinder bei den Eltern großgeworden, die diese Grenzen selbst nicht kannten und somit auch unsere Grenzen nicht respektierten, tragen wir es später in unsere eigenen Beziehungen weiter. Ziehts du heute als Erwachsene deine Badezimmertür zu? Falls nein, weil es dich wirklich nicht stört oder weil du das Gefühl hast deinen Partner, den du liebst dadurch auszugrenzen? Und wenn du hier deine Grenzen nicht wahrst, wahrst du sie vielleicht auch in anderen Bereichen deines Lebens nicht?

Nicht jeder von uns brauchst das gleiche Maß an Intimität. Ich begegne vielen Frauen in der Umkleide meines Fitnessstudios, die wie Gott sie schuf in die Dusche laufen. Ich dagegen ziehe mich bereits zu Hause um und dusche ebenfalls Zuhause. Es ist gut zu wissen, wo die eigenen Wohlfühlgrenzen sind. Dauerhaft seine intime Schutzzone zu verlassen schadet uns.

Wohne achtsam

Achtest du auf deine Intimitätsgrenzen?

Deine Swetlana

Zuhause unser Ort der Kommunikation

Zuhause als Ort der Kommunikation

Womöglich nirgendwo sonst lassen sich Gespräche leichter, gemütlicher und länger führen als Zuhause. Zuhause als unser Ort der Kommunikation: es ist unser privater Ort, hier können wir sowohl die Alltäglichkeiten austauschen als auch Konfliktgespräche geschützt führen.

Wir Menschen sind soziale Wesen und ein Austausch mit anderen Menschen ist die Basis unserer Existenz. Zuhause begegnen wir unseren Liebsten und unseren Freunden. Doch wie viele von uns haben schon mal darüber nachgedacht, ob unsere Einrichtung die Kommunikation fördert oder eher einschränkt? Bei diesem Thema kommt mit immer das Bild eines Paares, das am jeweiligen Tischende eines fünf Meter langen Esstisches sitzt und sich anschweigt :-).

Doch was können die Störfaktoren sein?

Ist das Licht im Esszimmer zu grell oder ist es schlichtweg zu dunkel?
Ist die Distanz zwischen den Sitzen aus Grund der Position der Sitze oder der Tischtiefe zu weit und man muss sich beim Gespräch anstrengen?
Hallt es ihm Raum auf Grund zu hoher Decken oder der Materialien?
Sind die Sitze vielleicht unbequem?
Ist deine Einrichtung „kalt“ und fördert eher Distanz als Kommunikation?

Ist im Raum schlechte Luft?

Darüber hinaus sollte dein Zuhause nach Möglichkeit klar definierte Kommunikationsbereiche anbieten, bei den meisten sind es Küche oder Esszimmer. Doch was, wenn dieser Bereiche zwei konträre Funktionen erfüllen und ein Kind z.B. aus Platzgründen seine Hausaufgaben am Esstisch erledigt. Hier sollte darauf geachtet werden, dass es dafür bestimmte Zeiten gibt, wo das Kind ungestört sein kann, sonst sind Konflikte vorprogrammiert?

Hast du durch diesen Beitrag einen Störer entdeckt? Dann schreibe es gerne!

Wohne achtsam

Deine Swetlana

Zuhause als sicherer Hafen

Zuhause als sicherer Hafen

Eins der absolut wichtigsten Grundbedürfnisse von uns Menschen ist das Sicherheitsbedürfnis. Zuhause als sicherer Hafen trifft leider nicht für uns alle zu. Wir verbinden die Sicherheit oft ausschließlich mit unseren vier Wänden, dabei beginnt es schon vor der Haustür.

Hast du schon mal vom Begriff des Wohnumfelds gehört? Zu deinem Zuhause gehören nicht nur die vier Wände die du besitzt oder mietest, dazu gehört auch der Bereich vor deiner Haustür und auch die nahe Umgebung.

Je unsicherer deine nahe Umgebung ist, umso unsicherer wirst du dich zuhause fühlen.

Traust du dich um Mitternacht alleine nach Hause zu laufen?

Ist die Eingangstür deines Hauses gut beleuchtet?

Fühlst du dich im dunklen unwohl, wenn du länger nach deinen Schlüsseln suchen musst?

Meidest du die Tiefgarage deines Mehrfamilienhauses in den späten Abendstunden?

Fühlst du dich im Treppenhaus deines Mehrfamilienhauses sicher?

Wie fühlst du dich, wenn dein Wohnzimmer bodentiefe Fenster hast, du im Erdgeschoss wohnst und nur zwei Meter weiter eine öffentliche Straße langgeht?

So viele mögliche Fragen. Ist die Antwort auf eine der Fragen Nein, so hast du einen Bereich entdeckt, der dir Unsicherheit vermittelt und das immer wieder.

Die Unsicherheit führt mittel bis langfristig dazu, dass wir uns auf der einen Seite anpassen und vielleicht nicht mehr ausgehen oder auch immer mehr in unsere vier Wände zurückziehen und somit Ketten an uns selbst, unser Verhalten und mehr Schlösser an unsere Haustür hängen.

🗝Es ist daher unwahrscheinlich wichtig sich solche Fragen zu stellen, wenn man ein Haus/Wohnung kauft oder mietet. Denn jede kleine Unsicherheit macht was mit dir. Je mehr du dir dessen bewusst bist, umso besser kannst du diese minimieren.

Wohne achtsam

Deine Swetlana

Erkenne dich selbst

Erkenne dich selbst

Anknüpfend an meinen letzten Beitrag bediene ich mich heute einer Passage aus dem Heft „Psychologie heute compact“ und hoffe, dass du darin für dich etwas mitnehmen kannst.

Der Psychiater James Yandell leitet aus der bewussten Gestaltung der eigenen vier Wände den Prozess der Selbsterkenntnis ab: „Wir schaffen unsere unmittelbare Umgebung, betrachten sie und werden von ihr beeinflusst. Wie werden in ihr gespiegelt, sehen, was bisher nicht sichtbar war, und integrieren diese Spiegelungen in unsere Selbstwahrnehmung.“

„Tatsächlich können diese Speigelungen interessante Nachrichten enthalten – nicht nur für andere, auch für uns selbst: wenn wir auf einmal aus einer Alltagstrance aufwachen, unsere Lebenswelt anschauen und sehen, was in den vergangenen Wochen und Monaten liegengeblieben ist, was dringend repariert werden müsste, was wir schon längst nicht mehr leiden können, aber aus Routine oder Achtlosigkeit an seinem Platz gelassen haben. Warum fühlen wir  uns in einer Wohnung, die jahrelang umsorgend war, auf einmal bedrängt? Was hat dieser Zustand mit unserer aktuellen physischen und psychischen Verfassung zu tun? Steht eine grundlegende Renovierung an? Oder gar ein Umzug? Im Zwiegespräch mit dem Raum bekommen wir Antworten?

So wie Laura Malina Seiler uns oft liebevoll zu einem inneren Self-Check-In einlädt so lohnt sich ein bewusster Check-In in unserem Zuhause.

Was sagst du dazu? Teile deine Gedanken gerne, ich freue mich darauf.

Lebe und liebeDEIN ZUHAUSE

Deine Swetlana

Feng-Shui vs. Wohnpsychologie

Feng-Shui vs. Wohnpsychologie

In den meisten Fällen, wenn ich erzähle, dass ich wohnpsychologische Beratung anbiete, reagieren die Menschen mit: „Ahhh, Feng-Shui“. Wo liegt der Unterschied zwischen Feng-Shui und Wohnpsychologie? Beide Ansätze haben das Wohlbefinden der Menschen im Fokus. Feng-Shui wird auch als Harmonielehre bezeichnet. Die Ausgangsbasis beider Disziplinen ist jedoch eine andere. Feng-Shui kommt aus China und basiert auf der Yin-und-Yang-Lehre, den nach den Himmelsrichtungen ausgerichteten Energieflüssen in den Wohnräumen sowie der Fünf-Elemente-Lehre. Die Anordnung der Möbel oder Dekorationsobjekte ist darauf ausgerichtet den Energiefluss zu gewährleisten und Energiestau zu vermeiden.  Die Wohnpsychologie ist eine angelsächsische / westliche Wissenschaft und basiert auf der psychologischen Wirkung der Räume auf uns Menschen, die durch Studien belegt sind. Was heißt es nun genau? Beinahe jeder von uns wird bestätigen, dass er sich in machen Räumen direkt wohlfühlt und in anderen nicht. D.h. Räume haben eine direkte Auswirkung auf unsere Gefühle und somit auch auf unsere Verhaltensweisen. Das Gefühl selbst kann durch unterschiedliche Faktoren der Raumausstattung, Raumarchitektur oder Raumgestaltung ausgelöst sein. Es kann an der Raumgröße, an den Materialien oder Farben liegen. Oft ist ein Zusammenspiel aus mehreren dieser Elemente. Dazu wurden bereits einige Studien durchgeführt. Z.B., dass die Wohnräume mit zu hohen Decken das Gefühl der Geborgenheit beeinträchtigen können. Dass viele Farben zu anregend wirken, in dem sie unseren Puls in die Höhe treiben und uns nicht zu Ruhe kommen lassen, dass der Blick ins Grüne, vor allem beim Arbeiten sehr gesund ist, weil er in gleichen Maßen beruhigend und anregend wirkt usw. usw.. Die Wohnpsychologie nutzt alle diese Erkenntnisse um uns Menschen ein wohltuendes, psychisch gesundes Wohnen möglich zu machen. Es ist eine junge Disziplin und es gibt noch so viel zu entdecken. Jede Erkenntnis auf diesem Gebiet bringt uns einen kleinen Schritt dem menschengerechten Wohnen näher. Lebe und liebeDEIN ZUHAUSE Deine Swetlana

Versklavt durch eigene vier Wände?

Versklavt duchr eigene vier Wände

Unsere vier Wände können uns auf unterschiedliche Art und Weise beeinflussen. Am schönsten ist es, wenn wir uns auf unsere Wohnung freuen, wenn wir sie schön finden, wenn wir nach einer Reise gerne nach Hause kommen, wenn wir mit Vergnügen Freunde einladen und uns dabei wohl fühlen. Ich könnte diese Auflistung noch eine Weile weiterführen, doch ich denke, der Punkt ist klar geworden. Jedes positive Gefühl, welches durch unsere Wohnsituation ausgelöst wird, tut uns gut. Jedes negative Gefühl belastet uns. Das tückische daran, dass wir Menschen uns an die Dinge gewöhnen und ihnen freien Lauf lassen. Kurzfristig ist es kein Problem, langfristig schon. Unsere Wohnsituation hat eine unmittelbare und meist unbewusste Auswirkung auf unser Empfinden und somit auf unser Handeln. Falls du dich oft antriebslos fühlst, Kamst du schon mal auf den Gedanken, dass es unter anderem auch mit deiner Wohnsituation zu tun haben könnte? Ja, ein vom Wohnumfeld auf unser projiziertes Gefühl löst eine Emotion aus, diese Emotion führt zu einem Verhalten. Das Verhalten kann positiv aber auch negativ sein. Viele dieser Verhaltensweisen sind über die Jahre so in unser Unterbewusstsein gedrungen, dass wir diese weder merken noch hinterfragen. Deine Wohnsituation hat deine Verhaltensweisen fest im Griff. Entweder du bist ständig am Aufräumen und putzen, du gehst nicht ins Bett, wenn nicht alles pikobello ist. Du bist ultra gestresst und das schon Tage zuvor, wenn du Besuch erwartest. Du mistest zwanghaft regelmäßig aus, um kurz darauf die entstandenen Lücken wieder aufzufüllen. Oder du hast resigniert, du räumst nur noch auf, wenn Besuch kommt und weil es dir Stress bereitet, lädst du immer weniger Leute in deine Wohnung rein. So oder so du bist Sklave deiner eigenen vier Wände geworden. Fang lieber an deine Wohnbedürfnisse zu entdecken und danach zu leben, denn das ist viel befriedigender als alles andere. Und wenn du Unterstützung wünschst, dann begleite ich dich sehr gerne dabei! Lebe und liebeDEIN ZUHAUSE Deine Swetlana

Die Tücken kleiner Wohnräume

Die Tücken kleiner Wohnräume

Einige von uns leben über längere Zeiträume in kleinen Wohnräumen, oft sogar mit den Kindern. Der heutige Lebensstandard und die Verfügbarkeit von kostengünstigen Sachen verführen uns dazu, viele Sachen zu kaufen und auszuprobieren. Die Schränke füllen sich ganz schnell, die freien Flächen werden immer kleiner. Was passiert?Wir wissen mit der Zeit nicht a) was wir alles besitzen, weil auf der einen Seite die Anzahl der Dinge zu groß ist um sich alle zu merken und b) weil alles was in den Regalen in der zweiten Reihe ist für unser Auge nicht existiert. Da wir oft unsere Einkäufe entweder unter Zeitdruck oder spontan machen, merken wir gar nicht, dass wir bereits den vierten blauen Pullover besitzen. Die Sachen im Schrank selbst in der ersten Reihe sind so eng aneinandergedrückt, dass es keinen Spaß macht, sich da was herauszusuchen. Den Raum den wir für uns brauchen, haben wir an die Dinge, die wir meinen zu brauchen, verschenkt. Wir ersticken förmlich unter der Enge, doch viele nehmen es nicht bewusst wahr. Die Wohnung bewohnt uns und nicht wir die Wohnung. Verrückt eigentlich. Das kurzfristige Hochgefühl wieder etwas Schönes gefunden zu haben und zu besitzen tauschen wir gegen das langfristige Gefühl der Enge und der optischen Überforderung. Den Raum für Kreativität tauschen wir gegen vollgestellte Ecken und vollgestopfte Regale.  Früher oder später sind wir so sicher in diesem Hamsterrad gefangen, dass wir da ganz alleine nicht mehr herausfinden. Und so begnügen wir uns mit diesem Zustand für Jahre und Jahre. Sehr traurig.  Ist es dir schon mal aufgefallen, dass du pro Saison am meisten die zwei drei Kleidungsstücke trägst, die du zuletzt gekauft hast? Das du in der Küche am meisten das Gerät nutzt, was du neulich erworben hast? Die Sachen die du letztes Jahr toll fandst fristen ihr Dasein nutzlos in den Schränken oder im Keller. Das blöde an wenig Wohnfläche, die auch noch vollgestellt ist, dass wir, obwohl wir gerne sauber wohnen wollen, uns immer schwerer tun, die Flächen fürs abstauben frei zu machen. Also wischen wir nur noch in den Zwischenräumen und irgendwann entweder gar nicht oder einmal vor Weihnachten. Auch hier geben wir nach und nach ein großes Stück an Wohnqualität auf. Erinnere dich daran, wie du am liebsten wohnen willst und schaffe dir neben vollgestopften Regalen auch freie Flächen für deine Psyche und deine Augen! Lebe und liebeDEIN ZUHAUSE Deine Swetlana

Die fünf Phasen des Wohnens

Die fünf Phasen des Wohnens

Im Verlauf unseres Lebens durchlaufen wir grob fünf unterschiedliche Phasen des Wohnens. Jede von Ihnen hat eine andere Wohnqualität, andere Ansprüche und einen anderen Fokus. Phase eins: Hotel Mama Das Wohnumfeld, in das wir hineingeboren werden, ist das prägendste und das was wir ganz und gar unbewusst aufnehmen. Wachsen wir in einem Hochhaus in einer kleinen Wohnung aus, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass wir es später mehr mit Unsicherheiten und Ängsten zu tun haben. Wachsen wir in einem kinderfreundlichen Umfeld, wo das Spielen auf der Straße mit den Nachbarskindern zum Alltag gehört, wird uns diese Zeit mit mehr Vertrauen und Selbstbewusstsein ausstatten. Haben wir bis zum Auszug aus dem Elternhaus kein eigenes Zimmer, keinen Rückzugsort und keine Privatheit erfahren dürfen, wird uns das in unseren Verhaltensweisen im späteren Zusammenleben z.B. in der WG oder mit einem Partner prägen. Unser Elternhaus bildet in uns auch unser ästhetisches Empfinden aus, denn dieses ist stark von den individuell angesammelten Erfahrungen und Sehgewohnheiten abhängig.  Später neigen wir dazu, das als schön zu empfinden, was wir gewohnt sind. Phase zwei: Erste Wohnung Wir haben es geschafft, uns vom Hotel Mama abzunabeln. Oft wird dieser Schritt dadurch ausgelöst, dass wir eine Ausbildung machen oder studieren. In dieser Phase steht das Thema Wohnen und Wohnqualität nicht im Fokus. Viele wichtiger sind Erfahrungen und die Menschen mit denen wir uns umgeben. Wir sind mit einem kleinen Zimmer in einer WG oder einem kleinen Appartement, welches vielleicht sogar schon möbliert ist, zufrieden. Die meiste Zeit verbringen wir draußen. Es ist eine Zeit des Entdeckens, Erfahrens und sich im beruflichen Kontext finden. Phase drei: Wohnen und Berufsstart Wir haben hoffentlich herausgefunden, was wir beruflich machen wollen oder folgen gar einer Berufung. Der Wunsch nach einem eigenen Zuhause klopft nun leise an. Das vorher so geliebte WG-Zimmer ist plötzlich zu laut und wir sind weniger bereit Kompromisse einzugehen. Manche von uns haben schon eine klare Vorstellung davon, wo und wie sie wohnen wollen. Andere beziehen ihre erste „richtige“ Wohnung und tasten sich an das Thema ran. Es folgen noch ein Paar Umzüge bis man herausgefunden hat, dass man nah den der Stadt oder doch auf dem Land wohnen will. Bei einigen kommt der Partner ins Leben, mit dem man sich eine Zukunft vorstellen kann. Das Zusammenziehen wird zum Thema. Eine größere Wohnung wird bezogen. Das Herausfinden der Macken und Wünsche im Wohnkontext als Paar steht im Vordergrund. Eigene Wohnbedürfnisse sind noch etwas tiefer vergraben. Wir orientieren uns an der vorherrschenden Meinung wie man wohnen soll, an der Werbung, an den Katalogen und Erwartungen anderer was unsere Auswahl der Möbel und Farben angeht. Wir genießen das höhere Einkommen und den durch den Beruf jetzt möglichen höheren Lebensstandard. Viele leben das Reisen voll aus. Phase vier: Wohnen nach einigen Berufsjahren Oft ab vierzig, nach dem wir unseren Kleidungsstil gefunden, viele Länder gesehen, viele schöne Momente mit Freunden erlebt und uns besser kennen gelernt haben, bekommt das Thema Wohnen plötzlich eine andere neue Bedeutung. Je nach Lebensmodell, ob verheiratet ohne Kinder, verheiratet mit Kindern, unverheiratet zusammenlebend, leidenschaftlich allein lebend, unverheiratet zusammenlebend, sind die eigenen vier Wände nun mehr als ein Aufbewahrungsort für unsere Kleidung. Unsere Wohnung soll nun für den Ausgleich nach dem stressigen Arbeitstag sorgen, sie soll uns einen Rückzug bieten, wenn die Kinder Besuch bekommen und laut sind. Sie soll uns Raum für die eigene Kreativität schaffen, uns und unseren Kindern Geborgenheit schenken und vor allem das Gefühl der Sicherheit vermitteln. Phase fünf: Wohnen im Alter Die „schnellsten“ Jahre liegen hinter uns. Wir gehen nun langsamer durchs Leben. Die Anzahl der Freunde ist geschrumpft, es tauchen plötzlich Ängste auf und ob wir es wollen oder nicht, bleiben diese und machen sich breit. Unsicherheiten wachsen. Das „ursprüngliche“ Wohnmodell entspricht nicht mehr unseren neuen Wohnbedürfnissen. Es ist uns jedoch meist nicht bewusst, wir hängen an alten Gewohnheiten, Erinnerungen. Veränderungen machen uns Sorgen. Nur die weniger passen in dieser Lebensphase ihr Wohnumfeld freiwillig an, dabei würde es vielen sehr gut tun.  In welcher Wohnphase bist du gerade? Was genießt du dabei am meisten? Lebe und liebeDEIN ZUHAUSE Deine Swetlana

Was bedeutet Wohnen?

Was bedeutet Wohnen

Ich finde es immer wieder spannend nachzuschauen, was die Sprache bereits an tieferer Wortbedeutung mit sich bringt. Oft steckt da so viel mehr drin, als auf den ersten Klang erkennbar und auch eine Klarheit, die mich nicht selten staunen lässt. Da es sich bei meiner Berufung alles rund um das Thema Wohnen dreht, habe ich die Bedeutung des Wortes „Wohnen“ recherchiert und wollte es mit euch teilen. In dem DWDS-Auszug habe ich u.a. Folgendes entdeckt: pflegen;bleiben;zufrieden sein;wünschen, lieben, befriedigt sein;Gewohnheit. Alleine diese Auswahl liefert so viele Erkenntnisse, wofür unsere vier Wände stehen. Nehmen wir das Wort „bleiben„. Wir verlassen für gewöhnlich unser Zuhause täglich, doch meist um wieder zu kommen. D.h. wir haben die Gewissheit eines Ortes wo wir bleiben können. Wir können zwar nicht wie die Schnecke unser Haus mit uns tragen und jederzeit, wenn uns danach ist, wieder reinkriechen, doch im symbolischen Sinne steht unser Zuhause genau dafür. Wir betreten die Außenwelt, die kann uns aufwühlen, überraschen, traurig machen oder erfreuen. Doch mit der Rückkehr in die eigenen vier Wände können wir uns fallen lassen, diese Emotionen verarbeiten. Wie müssen nichts mehr aufnehmen, wenn wir es nicht wollen. Besonders interessant fand ich die Verbindung zum Wort „pflegen„. Da unser Zuhause ein geschützter, privater Ort ist, ist es gleichzeitig ein Ort in dem wir uns auch pflegen können. Dabei kann pflegen verschiedene Ausprägungen annehmen: wie können unseren Körper, unsere Psyche oder auch unsere sozialen Kontakte pflegen. Was wir für gewöhnlich auch tun. Zufrieden sein, ist etwas, was ich als Voraussetzung betrachte, um ein Wohnobjekt als sein Zuhause nennen zu können. Wenn ich über meine ehemaligen Wohnungen nachdenke, frage ich mich, ob ich immer zufrieden war? Und wenn nicht, wie schnell habe ich etwas daran geändert? In der Tat, gab es drei Wohnungen, die mir nicht gut getan haben und jede dieser Wohnungen habe ich unter einem Jahr verlassen. Mich schrecken Umzüge nicht ab, doch ich weiß, dass es für viele eine große Hürde ist. Ich kann nur aus Erfahrung sagen, dass es sich lohnt nicht in einem Zustand der Unzufriedenheit zu verharren! Kommen wir zum „wünschen„. In der Tat können wir zu Hause unsere alltäglichen Wünsche selbst und unmittelbar befriedigen. Wenn wir Durst haben, dann holen wir uns was, wenn uns kalt ist, dann haben wir die Möglichkeit uns direkt etwas wärmeres überzuziehen. Schön eigentlich,  kein Aufschub, kein Warten. Und jetzt die „Gewohnheit„. Psychologisch betrachtet bringen uns Gewohnheiten Entspannung, Entlastung und Sicherheit. Gute Gewohnheiten machen uns dazu auch noch zufrieden und lösen auch Glücksmomente in uns aus. Unser Wohnalltag besteht aus lauter Gewohnheiten, auf diese Weise sparen wir Energie und Konzentration für andere Dinge auf. Was verbindest du mit Wohnen? Was wäre dein Wort? Lebe und liebe DEIN ZUHAUSE Deine Swetlana

Das Gefühl von Zuhause

Das Gefühl von Zuhause

Wodurch entsteht das Gefühl von Zuhause sein?

Ein Gefühl von Zuhause sein entsteht auf Grund vieler Faktoren. Eins der wesentlichsten ist die emotionale Bindung zwischen Dir und deiner Wohnung/deinem Haus.

Die emotionale Bindung entwickelt sich, wenn du deine Wohnräume personalisierst, dich mit ihnen beschäftigst, dich fragst was dir guttut und es dann umsetzt.

Je stärker deine emotionale Bindung wird, um so sicherer und wohler wirst du dich fühlen. In einem „Katalog-Zuhause“ zu leben ist mit Sicherheit eine tolle Komponente. Es ist viel erfüllender ein Zuhause zu erschaffen, was in erster Linie deine Bedürfnisse erfüllt, deine Identität ausdrückt und dabei noch schön aussieht. Hast du schon was von Wohnpsychologie gehört?

Viel Freude beim Gestalten!

Lebe und liebeDEIN ZUHAUSE

Deine Swetlana